Der Stubaier Höhenweg ist eine der bekanntesten Mehrtages-Hüttenwanderungen Österreichs. In 5–6 Etappen führt die Runde rund um den Stubaier Hauptkamm – von Hütte zu Hütte, über Gletscherpässe und Bergkämme, mit dem Zuckerhütl (3.507 m) als optionalem Höhepunkt.
Das ist keine Anfänger-Tour. Aber wer sie kennt, versteht, warum das Stubaital für Alpinisten weltweit auf der Liste steht.
Die Etappen im Überblick
| Etappe | Strecke | Höhenmeter | Gehzeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Neustift → Starkenburger Hütte | ca. 1.100 Hm | 3,5–4 Std. |
| 2 | Starkenburger Hütte → Neue Regensburger Hütte | ca. 800 Hm | 4–5 Std. |
| 3 | Neue Regensburger Hütte → Franz-Senn-Hütte | ca. 600 Hm | 3–4 Std. |
| 4 | Franz-Senn-Hütte → Nürnberger Hütte | ca. 900 Hm | 5–6 Std. |
| 5 | Nürnberger Hütte → Sulzenau Hütte | ca. 700 Hm | 3–4 Std. |
| 6 | Sulzenau Hütte → Innsbrucker Hütte → Neustift | ca. 500 Hm | 3–4 Std. |
Die Reihenfolge ist nicht fix – der Höhenweg kann in beide Richtungen begangen werden.
Was man braucht
Kondition: Gute Ausdauer ist Pflicht. Pro Etappe sind 4–6 Stunden reine Gehzeit normal, dazu Pausen und Hüttenzeit.
Erfahrung: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Einige Übergänge führen durch Felsgelände, Geröll und (je nach Jahreszeit) Schneefelder.
Ausrüstung:
- Feste Bergstiefel mit Knöchelstabilisierung
- Stöcke empfohlen
- Regenzeug (auch im Sommer)
- Hüttenschuhe / -socken
- Reserveverpflegung
Reservierung: Im Hochsommer ist Reservierung auf allen Hütten Pflicht. Kurzfristig ohne Reservation ist schwierig.
Die Hütten am Stubaier Höhenweg
- Starkenburger Hütte (2.237 m) – Ausgangspunkt, Blick auf Serles
- Neue Regensburger Hütte (2.286 m) – ruhige Lage, Pinnistal
- Franz-Senn-Hütte (2.149 m) – historisch bedeutsam, Oberbergtal
- Nürnberger Hütte (2.280 m) – unterhalb des Zuckerhütls
- Sulzenau Hütte (2.196 m) – Gletscher-Nähe, Grawa Wasserfall
- Innsbrucker Hütte (2.369 m) – höchste Hütte am Weg, Gletscherblick
- (optional: Elferhütte als Einstieg oder Ausstieg)
Beste Reisezeit
Mitte Juli bis Mitte September ist die optimale Zeit. Davor können Schneereste auf den Übergängen liegen, danach kürzen sich die Öffnungszeiten der Hütten.
Der Stubaier Höhenweg ist ein echtes alpines Abenteuer. Wer ihn einmal gegangen ist, versteht das Stubaital anders.